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Zwangshandlungen

Handlungen oder Rituale, die immer wieder ausgeführt werden müssen, um Angst oder Unruhe zu verringern – etwa Waschen, Kontrollieren oder Zählen.

Häufige Formen sind Wasch- und Putzzwang, Kontrollzwang (Herd, Türschloss), Ordnungszwang und Zählzwang. Die Rituale verschaffen kurz Erleichterung; wird man daran gehindert, steigen Anspannung und Angst.

Gerade diese kurzfristige Erleichterung hält den Zwang aufrecht. Mit der Zeit können die Rituale viele Stunden am Tag kosten und Beruf, Familie und Freundschaften stark belasten. Bis zu drei von hundert Menschen entwickeln im Lauf ihres Lebens eine Zwangsstörung.

In der Verhaltenstherapie üben Betroffene, die Rituale schrittweise zu unterlassen. Angehörige werden oft in Rituale einbezogen; auch für sie gibt es Gruppen.

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