Hortungsstörung (Messie-Syndrom)
Eine Störung, bei der Menschen sich kaum von Dingen trennen können, bis die Wohnung so voll ist, dass sie kaum noch nutzbar ist.
Bei der Hortungsstörung fällt es sehr schwer, Gegenstände wegzuwerfen – unabhängig von ihrem Wert. Mit der Zeit füllen sich Räume so sehr, dass Kochen, Schlafen oder Besuch kaum noch möglich sind. Anders als eine Sammlung ist das Horten nicht geordnet und belastet den Alltag stark.
In der ICD-11 ist die Hortungsstörung eine eigene Diagnose in der Gruppe der Zwangsstörungen und verwandten Störungen. Viele Betroffene schämen sich und sehen das Problem selbst nur teilweise.
Als hilfreich gilt eine speziell angepasste Verhaltenstherapie. Messie-Selbsthilfegruppen bieten einen Ort ohne Vorwürfe – für Betroffene und Angehörige.